Was kann ich in der Finanzkrise machen?


Die Finanzkrise ist im Moment das grosse Thema. Täglich kommen neue Schlagzeilen in den Nachrichten. Die Börse geht runter und dann wieder rauf. Rettungspakete werden geschnürrt. Das Zustandekommen dieser Nothilfe ist so dringend, dass man den Eindruck bekommt, dass sie die Finanzkrise beendet. Doch die Nothilfe bringt nicht die erhoffte Wirkung, obwohl sie einen bedeutenden Beitrag leistet. Ich muss zugeben, dass ich eine gewisse Ratlosigkeit erkennen kann. Da macht es keinen Unterschied, ob jemand Christ ist oder nicht.

Es gibt viele Christen, die nach Orientierung suchen. Sagt die Bibel etwas über die Finanzkrise? Leben wir in der Endzeit? Ja sogar, könnte diese Finanzkrise ein Gericht Gottes sein? Muss ich mir diese Fragen beantworten? Muss ich Ihnen diese Fragen beantworten? Wenn Ja, dann müsste ich diesen Post gerade jetzt abbrechen und mich einige Tage zurückziehen und in der Bibel nachforschen. Vielleicht käme ich dann nach ein paar Tagen mit einer Antwort oder nicht. Sind das wirklich Fragen, die für unsere Situation eine Bedeutung haben? Beeinflusst es unser Leben oder unsere Beziehung zu Gott?

Vielleicht spüren Sie die gleiche Versuchung, die ich manchmal habe: ich will etwas in dieser Situation tun. Die Finanzkrise kann ich nicht lösen. Angesichts des Ausmasses ist mein Sparguthaben geradezu lächerlich. Ich habe mit diesem Blog angefangen, um biblisch fundierte Lehre über Finanzen weiterzugeben. Erwarten Sie von mir keine Konzepte, Pläne, Aktionen usw. Ich habe sie nicht und es wird sie auch nicht geben. Als Gott das Volk Israel, einzelne Menschen oder Gruppen mit Essen versorgte, geschah es nie auf die gleiche Weise. Bei der Speisung der Fünftausend fiel kein Manna auf die Menschenmenge nieder. Gott ist nicht beschränkt, dass Er nur auf 10 verschiedene Weisen helfen kann. Nein, Er hat unbegrenzte Möglichkeiten. Sie können Gott mitteilen, was Sie wollen, aber schreiben Sie Gott nie vor, wie Er es zu tun hat. Es mag vielleicht eine sehr gute Idee von Ihnen sein, doch Gott bringt es auf die beste Weise zustande.

Je mehr die Finanzkrise fortschreitet, desto mehr sehe ich, dass ich mein Vertrauen auf Gott setzen muss. Das bedeutet auch, dass ich näher zu Gott komme. Mehr in Seinem Wort lese und mehr Gemeinschaft mit Ihm habe. Daraus kommt die Weisheit, die ich im täglichen Leben brauche. Gott ist unser Versorger und Er hat bessere Gedanken und Wege für unser Leben als wir selber haben. Aus dieser Beziehung und Gemeinschaft kommen die Dinge, die für unser Leben relevant sind. Gott will uns materiell versorgen, aber auch bei den täglichen Entscheidungen beistehen. Er will uns segnen, aber das kann Er nur im grossen Stil machen, wenn wir gehorsam sind.

Dort wo wir die Versorgung Gottes in unserem Leben sehen, werden wir auch eine Dankbarkeit Gott gegenüber haben. Das bringt uns näher zu Gott. Diese Nähe bringt wieder mehr Segen in unser Leben.

Ja, wir können etwas in dieser Finanzkrise machen. Vielleicht hat es Sie überrascht, dass es auf diese Art ist. Eigentlich sollte dies unser Lebensstil sein, egal ob es eine Finanzkrise gibt oder nicht. Nur weil sich unsere Situation verändert hat, bedeutet das nicht, dass Gott Seine Methode ändert.

Zum Abschluss noch eine Bibelstelle

Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
Joh, 16, 13

Dieser Geist der Wahrheit ist da und er wird Ihnen Zukünftiges verkündigen. Er redet direkt zu Ihnen. Er braucht keine anderen Personen für Ihre persönliche Situation. Nehmen Sie diese Bibelstelle als Verheissung. Gott wird Sie durch die Finanzkrise führen.