Unser Schöpfer fordert uns zur Umkehr auf

in

Offenbarung 2,1-17
geschrieben von Raimund Puy

In Offb.2-3 finden wir die sogenannten "Sendschreiben" an die 7 Gemeinden in der Westtürkei (siehe Bibelkarte). Es sind Hirtenbriefe des auferstandenen Jesus an ganz konkrete Gemeinden am Ende des ersten Jahrhunderts, die aber auch noch Bedeutung für uns heute haben. Mit dem "Engel der Gemeinde" ist der Gemeindeleiter gemeint. Die Briefe enthalten Lob und Tadel, den Ruf zur Buße, eine Gerichtsandrohung, eine Weisung und zum Schluss eine Verheißung.
Das zweite und dritte Sendschreiben streife ich nur kurz.

Smyrna (Verse 8-11) ist das heutige Izmir. Die Gemeinde erlebt Bedrängnis und Verfolgung. Erstaunlich: an der Gemeinde gibt es anscheinend nichts zu tadeln, sie wird von Jesus aber zum Durchhalten ermutigt. In Pergamon (Verse 12-17) war ein großer Zeusaltar (siehe Pergamonmuseum in Berlin) und es war die Hauptstadt des Kaiserkultes. Leider duldet die Gemeinde falsche Lehren. Jesus fordert sie zur Umkehr auf.
Ephesus (Verse 1-7) war ein wirtschaftliches und kulturelles Zentrum. In der Stadt gab es eine blühende Gemeinde. Jesus lobt die Gemeinde für ihren Einsatz. Allerdings hat er auch etwas zu kritisieren: "Ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verlässt!" (Vers 4).
Die erste Begeisterung ist verflogen, aber das ist noch längst nicht alles: Gott gehört nicht mehr die ungeteilte Liebe. Es ist eine Rechtgläubigkeit entstanden, aber Gott ist nicht mehr absolut im Mittelpunkt. In dieser Gefahr stehen auch wir - als einzelne Christen und auch als Gemeinde. Lieben wir wirklich Gott von ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit unserem Verstand (Jesus in Matth.22,37)?

Diese Frage Jesu wollen wir uns heute gefallen lassen?
Wie kann neue Liebe zum Herrn in uns wachsen?

Wir brauchen Umkehr, wir brauchen eine Neuausrichtung unseres Lebens! Neue Liebe zu Gott wächst, wenn wir neu über Gottes Liebe zu uns nachdenken. Diese Passionszeit ist dazu eine gute Gelegenheit. Gott ließ seinen Sohn für uns leiden und sterben - aus Liebe zu uns! Wenn wir uns das vor Augen halten, können wir gar nicht anders, als ihn zu lieben!
Impuls: Bekenne jetzt Gott im Gebet neu deine Liebe!