Unser Herr geht auf unsere Not ein

in

Markus 8, 1-26
geschrieben von Raimund Puy

Die Speisung der 4000 (Verse 1-9) ist eine eigenständige Geschichte und keine Wiederholung von 6,30-44. Seit 3 Tagen ist eine große Anzahl von Menschen bei Jesus, um seine Lehrvorträge und seine Bibelauslegung zu hören - seit 3 Tagen hören die Menschen zu, das muss man sich mal vorstellen! Aber nun sind die Vorräte zu Ende und Jesus sagt "Ich habe Erbarmen mit dem Volk!" (Vers 2). Jesus ist der gute Hirte, der sich voller Erbarmen seiner Herde annimmt.
Jesus sieht die Not der Menschen und er geht auf ihre Not ein! So ist Jesus - auch heute! Jesus ist der barmherzige Herr, der deine Probleme sieht und den das nicht ungerührt lässt. Er will helfen!
Interessant ist, dass Jesus bewusst seine Jünger miteinbezieht. Sie überlegen mit, was nun zu tun ist. Jesus will uns als Christen heute als seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben. Er bezieht uns mit ein. Er will uns haben - welch ein Vorrecht, welch eine Ehre!
Als die Leute sich gesetzt haben, nimmt Jesus die 7 Brote, dankt und bricht sie und gibt sie zuerst seinen Jüngern, damit sie sie weiterverteilen. Jesus verhält sich wie ein jüdischer Hausvater. Er spricht das Dankgebet, also ein Tischgebet, wie in jedem jüdischen Haus üblich. Wenn wir vor einer Mahlzeit ein Tischgebet sprechen, ist das ein Ausdruck unserer Dankbarkeit Gott gegenüber. Lasst uns von Jesus lernen! Übrigens erinnert das Brechen des Brotes an das Abendmahl und Jesu stellvertretendes Sterben für uns.

Schließlich bleibt festzuhalten: die 4000 wurden satt! Nicht nur ihr Magen war gefüllt, sie waren auch geistlich reich gesegnet durch die wunderbare Erfahrung dieser Speisung. Jesus macht uns satt! Er sorgt für unsere körperlichen Bedürfnisse, aber vor allem macht er auch unsere Seele satt, denn er ist das Brot des Lebens!
Dafür wollen wir ihm herzlich danken!