Tücken der Online-Partnersuche


Ein Thema, das heutzutage überall präsent ist, ist die Suche nach einem Partner. Zeitschriften und das Internet sind voll von mehr oder weniger hilfreichen Tipps und Ratschlägen, wie man am besten einen Partner finden und behalten kann. Immer mehr (christliche) Männer und Frauen verlegen ihre Suche nach einem Lebenspartner inzwischen ins Internet, weil es neben Arbeit und Alltag oft schwerfällt, im realen Leben neue Menschen kennenzulernen. Das Angebot an Partnerbörsen oder -vermittlungen ist vielfältig, doch nicht alle Singlebörsen sind seriös und wollen das Beste für ihre Nutzer.

So gibt es einige Plattformen, die ganz gezielt versuchen, Partnersuchenden ihr Geld aus der Tasche zu ziehen. Es gibt aber ein paar Tipps, wie man sich vor so einer Abzocke im Internet schützen kann.

Es fängt bereits bei der Anmeldung an. Häufig bieten Partnerbörsen einen kostenlosen Testzugang an, um Nutzer auf ihre Seite aufmerksam zu machen und von ihrem Angebot zu überzeugen. Dabei kann es aber schnell passieren, dass man eine rechtzeitige Kündigung verpasst und somit ungewollt in ein richtiges Abo hineinrutscht. Bei kostenlosen Schnupper-Angeboten lohnt es sich, immer genau hinzusehen, wann das Abonnement in eine kostenpflichtige Version umgewandelt wird und sich gegebenenfalls einen Termin zum Kündigen in den Kalender einzutragen.

Eine andere Masche von betrügerischen Portalen kann es sein, fiktive Profile zu erstellen um Opfer durch bezahlte Lockvögel zu teuren Gesprächen oder einem kostenpflichtigen SMS-Chat zu verführen. Sobald das Gegenüber dazu auffordert, auf ein kostenpflichtiges Kommunikationsmedium zu wechseln, sollte deshalb sofort eine innere Alarmglocke klingeln und zur Vorsicht mahnen – schließlich gibt es in der heutigen Zeit zahlreiche Möglichkeiten, ohne Kosten miteinander in Kontakt zu bleiben.

Ähnlich verhält es sich, wenn auf einem Portal nicht nur eine pauschale Grundgebühr, sondern zusätzlich noch Geld für jeden hergestellten Kontakt verlangt wird. Für jemanden mit unehrlichen Absichten ist es in diesem Fall naheliegend, auch hier Lockvögel einzusetzen. So können bezahlte Personen bei persönlichen Treffen auftauchen und zählen auf diese Weise als hergestellter Kontakt, der zusätzlich bezahlt werden muss. Bei solchen Portalen sollte man die Seriosität des Anbieters vorher deshalb doppelt und dreifach überprüfen und auch bei seinem Gesprächspartner immer die Augen offenhalten.

Eine neue Masche, die unabhängig des Portals eingesetzt werden kann, ist sogenanntes „Love Scamming“. Häufig kommen solche Betrüger aus Ostereuropa oder Afrika. Durch Singlebörsen werden oft mithilfe von vielen Nachrichten und (freizügigen) Fotos geschickt umgarnt. So können sich auch übers Internet schnell Gefühle entwickeln und das Verlangen nach einer persönlichen Begegnung geweckt werden. Da hierfür aber ein teures Flugticket nötig ist, wird oft nach Geld gefragt. Wer sein Geld schließlich über Bezahlservices wie Western-Union oder Moneygram verschickt, hört mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit nie mehr etwas von der angeblich so großen Liebe. Hier kann es also richtig teuer werden – bei solchen Forderungen ist es ratsam, den Kontakt so schnell wie möglich und rigoros abzubrechen. Auch wenn es schwer fallen kann ist es hilfreich, sich immer wieder bewusst zu machen, dass alle ausgetauschten Worte nur Heuchelei und aufgesetzt waren.

Bei Online-Partnerbörsen bestehen also vielfältige Möglichkeiten, ahnungslose Nutzer um ihr Geld zu betrügen. Einige Fallen kann man vermeiden, indem man von Anfang an auf eine kostenlose Partnerbörse ohne Abo-Falle oder komplizierte AGBs setzt. Beispiele hierfür sind etwa Himmlisch-Plaudern und Christliche-Partnersuche, die zur Finanzierung auf Werbung und Spenden setzen. Für andere Bereiche ist es nötig, genau aufzupassen, wem private Daten anvertraut werden. Kontodaten sollten grundsätzlich tabu sein! Besondere Vorsicht ist bei ausländischen Kontakten geboten – wie erwähnt sollte unter keinen Umständen Geld für vermeintliche Liebschaften ins Ausland überwiesen werden!

Grundsätzlich gilt: Beim Online-Dating sollte nie der Verstand ausgeschalten werden. Wenn man es schafft, den Kontakt zu dubiosen Profilen rechtzeitig abzubrechen und finanzielle Forderungen abzulehnen, hat man mehr Kapazität, sich auf die tatsächliche Suche zu konzentrieren – dann steht einer echten Bekanntschaft nichts mehr im Weg Smile