Solar-Häuser in Sri Lanka bringen den Menschen erstmals Strom

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Drei Jahre nach der Tsunami-Katastrophe in Asien hat die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision ihre Hilfsmaßnahmen weitestgehend abgeschlossen. Einige Aktivitäten werden im Rahmen von Entwicklungsprogrammen weitergeführt.

Erfolge und Probleme des bisher größten Hilfs- und Wiederaufbauprogramms wurden für jedes Land dokumentiert. Im Süden von Sri Lanka, in Indien und in Indonesien hat sich die Lebensqualität für viele Menschen insgesamt verbessert, auch wenn nicht alle Verluste ausgeglichen werden konnten. Statt einzeln zu wirtschaften, arbeiten indische Fischer jetzt stärker zusammen und indonesische Bauern können heute bessere Ernteerträge einfahren. In Schulungen wurden sie mit effizienten Anbaumethoden und neuen Produkten vertraut gemacht. Durch eingetragenen Landbesitz haben mehr als 4.000 Familien in Aceh eine größere Sicherheit als früher. Kritisch ist nach wie vor die Situation im Nordosten Sri Lankas, wo der Bürgerkrieg wieder aufgeflammt ist.

Im Fokus der Tsunami-Hilfe von World Vision stand der Wiederaufbau von mehr als 12.000 Häusern, 84 Schulen und 27 Gesundheitsstationen. Aber auch die sozialen Strukturen mussten wieder hergestellt und Personal ausgebildet werden. Tausende traumatisierter Kinder fanden in geschützten Räumen Trost und Anteilnahme, aber auch Möglichkeiten zum Spielen und Lernen. Wasser- und Sanitäranlagen mussten wieder hergestellt und Brücken und Straßen repariert werden.

Um die Bevölkerung in Zukunft besser vor solchen Katastrophen zu warnen, wurden 12 Frühwarnsysteme aufgebaut. Mangrovenwälder, die mit Hilfe von World Vision angelegt wurden, sollen künftig eine Puffer-Zone vor den Küsten bilden und vor Überschwemmungen und Tsunami-Wellen einen Schutzwall bilden.

Der Wiederaufbau brachte für die Küstenregionen auch eine Reihe Neuerungen. In Sri Lanka wurden 3.000 Häuser mit Solarzellen bestückt. Dadurch haben die Bewohner erstmals in Ihrem Leben Strom. Berthold Schirm, Koordinator des Wiederaufbaus, freut sich über den Erfolg. „Für uns war es wichtig zu testen, ob Solarenergie von den Menschen vor Ort akzeptiert wird. Das Projekt ist ein großer Erfolg und darum werden wir künftig auch in anderen Ländern mit erneuerbaren Energien arbeiten“, so Berthold Schirm.

Mehr als 2.600 World Vision Mitarbeiter waren an den Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen beteiligt. World Vision Deutschland hat sich mit rund 42 Millionen Euro in der Tsunami-Region engagiert.
Quelle: World Vision Deutschland e.V.

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