Richtige Priorität und Reichtum


1 Halleluja! Wohl dem, der den HERRN fürchtet, der grosse Freude hat an seinen Geboten!
2 Sein Geschlecht wird gewaltig sein im Lande; die Kinder der Frommen werden gesegnet sein.
3 Reichtum und Fülle wird in ihrem Hause sein, und ihre Gerechtigkeit bleibt ewiglich.
Psalm 112, 1-3

Für viele Christen ist mit dem Glauben auch Demut und Bescheidenheit verbunden. Die Bibel redet aber eine andere Sprache. Obwohl sie viel von Reichtum spricht, ist das Konzept dahinter ganz anders als allgemein angenommen wird. Deshalb ist auch eine gewisse Abneigung gegen das sogenannte Wohlstandsevangelium vorhanden. Dieses Wohlstandsevangelium gibt es eigentlich nicht. Man meint doch damit, dass man durch das Evangelium einen Wohlstand erreicht. So wird das Evangelium zum Zweck um ein Ziel zu erreichen.

Vielleicht mag der eine oder andere damit einen gewissen Erfolg erreichen. Doch das bedeutet nicht, dass er damit richtig liegt. Es gibt auch sehr erfolgreiche Geschäftsleute, die bewusst oder unbewusst biblische Prinzipien anwenden. Auf der anderen Seite täten viele Christen gut daran, wenn sie diese biblischen Prinzipien anwenden würden.

Warum ist die Christenheit im finanziellen Bereich im Argen? Es liegt eine Strategie des Widersachers dahinter, dass die Christen mit Finanzen knapp gehalten werden sollen. Geld ist eine Macht, weil es oft entscheidet ob etwas durchführbar ist oder nicht. Wie oft ist Geld die Grundlage für eine Entscheidung? So auch für Dinge, die wir für Gott machen. Das sollte nicht sein. Vielmehr sollten wir von Gott hören, was wir tun sollen, und es dann umsetzen. Die Finanzierung ist dann Gottes Sache.

Nicht das Materielle soll an erster Stelle stehen, sondern Gott und unsere Beziehung zu Ihm. Aus dieser funktionierenden Beziehung wird der ganze Reichtum (nicht nur materiell) fliessen. Wenn wir uns auf Gott konzentrieren, merken wir gar nicht wie für uns gesorgt wird und der Segen Gottes in unser Leben kommt. Reichtum muss nicht unbedingt eine Anhäufung von Geld auf dem Bankkonto sein. Es kann durchaus auch als Geldfluss verstanden werden. Ihnen wird Geld anvertraut, das Sie weiter geben. Wenn Sie über diese Gelder buchgeführt haben, werden Sie vielleicht feststellen, dass in einem Jahr CHF 100'000.00 durch Ihre Hände geflossen sind. Durch diese Handlungen wurden Sie auch imateriell reich, was womöglich noch der grössere Reichtum sein kann.

Ein Zweck unseres Lebens ist die Aufgabe eines Verwalters. Durch uns sollen alle guten Gaben Gottes zu den Menschen fliessen. Wenn wir es nicht machen, wer dann?