Reiche Männer in der Bibel 3 - Salomo


König Salomo war ein angesehener Herrscher und war weitherum bekannt für seinen Reichtum. Deshalb kam auch die Königin von Saba (das heutige Aethiopien) nach Israel, um den Reichtum zu bestaunen. Für viele Christen mag es erstaunen, dass ein so reicher Mann in der Bibel erwähnt wird. Oder ist es gerade andersrum. Irgendwie wird ausgeblendet, dass Gott mit so einem reichen Mann eine Beziehung pflegte. Salomo ist nur ein Beispiel von vielen, das zeigt, dass Gott absolut nichts gegen Reichtum hat. Es ist nicht der Reichtum, der zwischen den Menschen und Gott steht, sondern der Stellenwert des Reichtums im Leben eines einzelnen.

Gott sagt klar im ersten Gebot, dass Er keine anderen Götter neben sich duldet. Ein Gott oder Götze ist immer das, was die höchste Stellung im Leben einnimmt. Es ist egal, ob es etwas Materielles oder Intellektuelles ist. So verhält es sich auch mit dem Reichtum. Reichtum ist eigentlich ein neutraler Wert. Erst der einzelne Mensch gibt dem Reichtum seinen Stellenwert.

Im Leben von Salomo gab es eine entscheidende Begebenheit. Der Herr erschien ihm in einem Traum und fragte ihn, was er haben möchte. Seine Antwort können wir in 1. König Kapitel 3, Vers 9 nachlesen:

So wollest du deinem Knecht geben ein gehorsames Herz, dass er dein Volk richten möge und verstehen, was gut und böse ist. Denn wer vermag dies dein mächtiges Volk zu richten?

Mit anderen Worten wollte Salomo Weisheit damit er sein Volk gerecht richten kann. Nun kommt aber eine Wende in der ganzen Geschichte. Gott antwortet auf die Bitte von Salomo. Er versprach ihm Weisheit zu geben. Doch damit nicht genug. Gott gibt mehr als wir erbitten. So war es auch mit Salomo. Er gab ihm obendrein noch Reichtum und Ehre. Lesen Sie es selber nach. Hier der Original Wortlaut wie er in der Bibel niedergeschrieben ist:

10 Das gefiel dem HERRN wohl, dass Salomo um ein solches bat.
11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du solches bittest und bittest nicht um langes Leben noch um Reichtum noch um deiner Feinde Seele, sondern um Verstand, Gericht zu hören,
12 siehe, so habe ich getan nach deinen Worten. Siehe, ich habe dir ein weises und verständiges Herz gegeben, dass deinesgleichen vor dir nicht gewesen ist und nach dir nicht aufkommen wird.
13 Dazu, was du nicht gebeten hast, habe ich dir auch gegeben, sowohl Reichtum als Ehre, dass deinesgleichen keiner unter den Königen ist zu deinen Zeiten.
14 Und so du wirst in meinen Wegen wandeln, dass du hältst meine Sitten und Gebote, wie dein Vater David gewandelt hat, so will ich dir geben ein langes Leben.
1.König 3, 10-14

In Vers 9 sehen wir noch eine Kleinigkeit, die man fast übersehen kann. Am Anfang von Salomos Bitte steht seine demütige Haltung. Er ist nicht in erster Linie demütig gegenüber Menschen, sondern gegen Gott. Es gibt so viele Christen, die sind so demütig, was aber eine umgekehrte Form von Stolz ist, denn auch bei diesen Menschen geht es um die eigene Person. Salomo hatte zu diesem Zeitpunkt eine Gott wohlgefällige Demut. Diese Haltung trug dazu bei, dass Gott ihn mit Reichtum segnen konnte.

Diese Weisheit, die Salomo hatte, kann auch in Ihrem Leben wirksam sein. Die Bibel sagt, dass wem Weisheit mangelt, der sollte darum bitten. Sie werden erstaunt sein, was diese Weisheit in Ihrem Leben alles bewirken kann.