Reiche Männer in der Bibel 1 – Hiob


Meinen ersten Beitrag über reiche
Männer in der Bibel möchte ich Hiob widmen. Das ist der Mann, dem
es so dreckig ging. Ihm wurde alles genommen, was er besass. Fast
wollte ich schreiben, dass Gott es ihm weggenommen hat, doch das
stimmt überhaupt nicht. Die Tradition behauptet immer wieder, dass
Gott ihm alles weggenommen hat. Dies alleine auf der Aussage von
Hiob:

Der Herr hat’s gegeben, der Herr
hat’s genommen; der Name des Herrn sei gelobt!

Hiob 1, 21

Hiob meinte es mit dieser Aussage
aufrichtig, doch er wusste nicht, was sich hinter den Kulissen
abspielte. Satan wollte ihm alles wegnehmen. Wenn er die Erlaubnis
gehabt hätte, dann hätte er sogar Hiob umgebracht.

Doch wer war dieser Hiob?

Es war Mann im Lande Uz, sein Name war
Hiob; und selbiger Mann war vollkommen {oder unsträflich, untadelig}
und rechtschaffen und gottesfürchtig und das Böse meidend. Und es
wurden ihm sieben Söhne und drei Töchter geboren. Und sein
Besitztum bestand in siebentausend Schafen und dreitausend Kamelen
und fünfhundert Joch Rindern und fünfhundert Eselinnen, und in sehr
vielem Gesinde. Und selbiger Mann war grösser als alle Söhne des
Ostens.

Hiob 1, 1 - 3

Mit anderen Worten kann man sagen, dass
Hiob zu seiner Zeit der reichste Mann im Orient war. Zu jener Zeit
war der Viehbestand der Ausdruck des Reichtums. Warum war Hiob so
reich? Die Antwort liegt in der Beziehung zu Gott. Weil er
gottesfürchtig war, hat ihn Gott gesegnet.

Satan war der Meinung, dass alleine der
materielle Besitz der Grund für die gute Beziehung von Hiob zu Gott
war. Darum hatte Satan auch das Vieh, die Knechte und die Kinder
umgebracht. Trotz dieser bitteren Erfahrung erschütterte es Hiobs
Beziehung zu Gott nicht.

Seine Freunde gaben ihm gutgemeinte
Ratschläge, aber sie lagen daneben. Am Schluss musste Gott zu Hiob
reden und die Sache richtigstellen. Dieser kam zu folgender Einsicht:

Ich weiss, dass du alles vermagst, und
kein Vorhaben dir verwehrt werden kann. Wer ist es, der den Rat
verhüllt ohne Erkenntnis? So habe ich denn beurteilt, was ich nicht
verstand, Dinge, zu wunderbar für mich, die ich nicht kannte. Höre
doch, und ich will reden; ich will dich fragen, und du belehre mich!
Mit dem Gehör des Ohres hatte ich von dir gehört, aber nun hat mein
Auge dich gesehen. Darum verabscheue ich mich und bereue in Staub und
Asche.

Hiob 42, 2 – 6

Mit dieser Aussage wiederrief Hiob auch
das Zitat aus Hiob 1, 21. Gelehrte gehen davon aus, dass die ganze
Tragödie nur wenige Monate dauerte. Die Krönung kam am Schluss:

Und Jehova wendete die Gefangenschaft
Hiobs, als er für seine Freunde betete; und Jehova mehrte alles,
was Hiob gehabt hatte, um das Doppelte
. Und es kamen zu ihm alle
seine Brüder und alle seine Schwestern und alle seine früheren
Bekannten; und sie aßen mit ihm in seinem Hause, und sie bezeugten
ihm ihr Beileid und trösteten ihn über all das Unglück, welches
Jehova über ihn gebracht hatte (Anmerkung: damit ist nicht Gott als
Verursacher gemeint); und sie gaben ihm ein jeder eine Kesita, {ein
gewisses Gewicht an Gold oder Silber, welches dem Empfänger als Geld
dargewogen wurde} und ein jeder einen goldenen Ring. Und Jehova
segnete das Ende Hiobs mehr als seinen Anfang; und er bekam
vierzehntausend Stück Kleinvieh und sechstausend Kamele und tausend
Joch Rinder und tausend Eselinnen. Und es wurden ihm sieben Söhne
und drei Töchter geboren.

Hiob 42, 10 - 13

Hiob bekam das Doppelte von Gott
zurückerstattet. Somit war er noch viel reicher als vorher. Diese
Geschichte zeigt, dass Gott nichts gegen Reichtum hat. Reichtum wird
nur zum Problem, wenn er zwischen dem Menschen und Gott steht. Hiob
hatte sein Herz nicht an den Reichtum gehängt, sondern seine Hingabe
galt Gott.