Manfred Brüning


Geliebte Gemeinde,

Was für ein Bericht! Mit 100 Jahren sind Abraham und Sara endlich wirklich Eltern eines eigenen Kindes geworden. Wie lange haben sie gewartet, geglaubt, gekämpft. Dann geschah das Wunder. Sara brachte Isaak zur Welt.

Können wir uns vorstellen, wie stark Abrahams Glauben geworden war. Oft dachte Abraham: „Wenn Gott mir altem Mann und meiner greisen Frau einen Sohn schenken kann, was kann ihm dann noch unmöglich sein?“

So gingen die Jahre ins Land. Aus dem Baby wurde ein Kleinkind. Das Kleinkind wurde ein Junge. Jeden Tag danke Abraham seinem Gott für dieses Geschenk. Und als Isaak zum ersten Mal als Hütejunge mit auf die Weiden ging, lagen sich Abraham und Sara in den Armen und weinten Freudentränen. Der Erbe ging seinen Weg. Das Glück war vollkommen.

Manchmal lag Abraham nachts immer noch wach, schaute auf zu den Sternen und murmelte in seinen Bart: „Gott hat alle seine Zusage erfüllt.

Auf Gott kann man sich hundert Prozent verlassen. Mein Gott, du bist wunderbar!“ Und dann erinnerte er sich an die ersten Schritte seines Glaubens, wie er losgezogen war in ein neues Land. Wie Gott ihn weiter in die Tiefe des Glaubens geführt hatte. Wie er lernte einen Glaubensschritt nach dem anderen zu tun und jeder Schritt des Glaubens war risikoreicher als der vorhergehende. Ja, er war ein paar Mal ins Straucheln gekommen. Aber Gott hatte ihn immer wieder aufgerichtet und ermutigt weiter zu gehen. So war sein Glaube gewachsen. Jetzt war sein Glaube stark. Er würde Gott immer vertrauen.