Jesu Tod

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Vor einiger Zeit hat ein Mann gesagt: «Man soll uns doch nicht immer vom Kreuzestod Jesu reden. Viel wichtiger ist das Leben Jesu, Seine Reden und Taten.» Die Bibel ist anderer Ansicht. Achtet einmal darauf, welch unverhältnismäßig großen Raum in den Evangelien der Tod Jesu einnimmt! Während alles andere nur wie im Fluge erzählt wird, wird das Sterben des Heilandes ganz ausführlich berichtet.

Ja, als in der Offenbarung der Apostel Johannes den erhöhten Herrn schauen durfte, sah er Ihn «wie ein Lamm, das erwürget ist». Und bei der Schilderung Seiner Wiederkunft wird gesagt, dass «Sein Kleid mit Blut besprengt ist». Jesu Kreuz und Tod ist vor allem wichtig. Denn dieser Tod ist die Versöhnung der Sünder mit Gott.

Dieser Tod ist unser Leben. Dieser Tod ist unser Loskauf. Vom Kreuze Jesu gehen Ströme des Friedens aus. Ich wüsste nicht, was tröstlicher wäre für Herz und Gewissen als ein Blick auf Jesu Kreuz.

2. Das Blut gibt keine Ruhe Wie viel Leichen Erschlagener haben auf dem Erdboden gelegen! Das Blut von Millionen hat die Erde getrunken. Ist es da nicht merkwürdig, dass darüber dieser erste Erschlagene nicht in Vergessenheit geriet? Jahrtausende waren nach seinem Tode vergangen.


Da fing Jesus an, von ihm zu sprechen. Und wieder nach Jahrzehnten wird dieser Abel erwähnt von dem unbekannten Schreiber des Hebräerbriefes. Bis in die Gegenwart hinein wird von ihm geredet. Kann denn dies Blut nicht zur Ruhe kommen?

Nein! Gleich nach der Tat hat Gott den Kain gestellt und hat ihm etwas Seltsames gesagt: «Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde.» Und ebenso heißt es im Hebräerbrief, dass das Blut Abels «rede». Blut, das redet! Blut, das schreit! Blut, das zeugt!

Der Schreiber des Hebräerbriefes schaut an dieser Stelle (12, 24) hinüber zum Kreuze Jesu und sagt: Auch das Blut des Sohnes Gottes, das am Kreuz vergossen wurde, redet. Ja, hier steht etwas, was überaus tröstlich ist. Da heißt es: «Das Blut Jesu redet besser als das Blut Abels.» Seine Sprache ist lauter, eindrücklicher, stärker. Und das ist gut.