Ihre Geberhaltung bestimmt Ihr „Einkommen“


Die Sprüche Salomos sind eine wahre Fundgrube von Aussagen über Finanzen. Ich lese diese Sammlung oft durch und immer wieder erstaunen mich die Weisheiten, die darin enthalten sind. Die folgende Bibelstelle gibt einen Aspekt der Saat und Ernte wieder:

Einer teilt reichlich aus und hat immer mehr; ein andrer kargt, wo er nicht soll, und wird doch ärmer. Wer reichlich gibt, wird gelabt, und wer reichlich tränkt, der wird auch getränkt werden.
Sprüche 11, 24-25

Das Prinzip der Saat und Ernte sehen wir am Besten in einem Landwirtschaftsbetrieb. Der Bauer muss säen damit er später auch ernten kann. Wenn der Bauer eine Fläche eines Gemüsegartens besät, dann erhält er gewiss eine Ernte, aber sie wird klein sein. Darum ist es besser, wenn er Weizen oder Mais auf einem grossen Feld anpflanzt. Je grösser das Feld desto grösser die Ernte. Der Bauer ist klug, weshalb er auch grosszügig sät.

Vor Jahren habe ich oft „Buurejohr“ (Bauernjahr) gespielt. Bei dem Spiel geht es darum, das vorhandene Land zu bewirtschaften, sei es mit Obstbäumen, Kühen oder Getreide- und Gemüsearten. Für die Bewirtschaftung muss man viel Geld ausgeben, dafür kommt bei der Ernte auch wieder Geld herein. Am Jahreswechsel muss man ca. CHF 70'000.00 für die Lebenshaltungs­kosten der Bank abgeben. Die Spieler, die mit der Bewirtschaftung zurückhaltend waren, weil sie Geld sparen wollten, hatten beim Jahreswechsel grosse Mühe, das Geld zusammen zu bekommen. Jeder Spieler, der schaute, dass sein ganzes Land bewirtschaftet war, machte grosse Erträge und konnte die Lebenshaltungskosten problemlos zahlen.

Genau dieses Prinzip spricht die obige Bibelstelle an. Wenn wir säen, dann ernten wir auch. Mal ehrlich, wenn Sie einen Betrag einem Menschen geben wollen, wer wird von Ihnen bevorzugt? Ist es der geizige oder der grosszügige? Ich kenne Sie nicht, aber ich weiss, dass Sie es eher dem Grosszügigen geben werden. Somit haben wir den Beweis erbracht, dass diese Aussage in den Sprüchen stimmt.

Nun noch eine Frage zu dieser Bibelstelle: Wird hier eine Aussage gemacht, wann wir säen sollen? Nein, denn nur bei Pflanzen müssen wir auf die Jahreszeit achten, sonst können wir an jedem beliebigen Tag im Jahr säen. Es wird auch nicht gesagt, dass wir nur in guten Zeiten säen sollen. Darum sollen wir auch in schlechten Zeiten säen. Anders ausgedrückt sollen wir nicht auf die Umstände schauen, sondern einen Lebensstil des Säens oder Gebens haben.

Gerade in schlechten Zeiten halten die Menschen das Geld zurück. Der Wirtschaft geht es schon nicht gut und durch das Verhalten der Kunden geht es ihr noch schlechter. Wenn Sie das Prinzip der Saat und Ernte auch in schlechten Zeiten praktizieren, wird es Ihnen gut gehen.