Gotteserklärungsversuch mal anders


Gott im mathematischen Vergleich

Ich möchte im Folgenden einmal eine etwas andere Art der christlichen Gotteserklärung darstellen und zwar mit einem mathematischen Ansatz.
Mit Gott könnte es sich wie mit der Zahl „0“ verhalten, ausser der Tatsache dass es sich bei Gott natürlich nicht um „nichts“ handelt, sondern Gott eine ganz andere uns unerklärliche Dimension besitzt und eine eigene Entität darstellt. Dazu möchte ich die Grundoperationen Addition, Multiplikation, Subtraktion und Division ins Spiel bringen.

Fangen wir mit der Addition an.
Der christliche Gott ist drei-einig, dies unterscheidet das Christentum von allen anderen Religionen.
Gott wird gebildet durch den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Wenn wir jetzt den drei Gotteserscheinungen die Zahl „0“ zuordnen, können wir diese Dreieinigkeit erklären. Addiert man nämlich die drei Zahlen „0“ erhält man immer noch „0“ . Genauso verhält es sich mit den drei Gotteserscheinungen, addiert man sie zu einem Ganzen bleiben sie immer noch sich gleich, die drei Entitäten werden aber in einem einzigen Gott abgebildet, genau wie die drei einzelnen Nullen auf eine einzige Null gebracht werden.

Machen wir weiter mit der Multiplikation.
Falls man irgend eine Zahl mit der 0 multipliziert erhält man wieder 0, unabhängig davon mit welcher Zahl man dies versucht. Dies könnte darstellen dass Gott in allem ist was er durchdringt, berührt oder geschaffen hat, nach christlichem Verständnis also wirklich in allem. Denn wenn sich Gott mit einem Wesen oder einer Sache verbindet, wird es göttlich, genau gleich wie wenn man die 0 mit einer anderen Zahl verbindet und das Resultat dann auch zur 0 wird.

Einen ähnlichen Ansatz habe ich für die Subtraktion.
Zieht man von irgend einer Zahl „0“ ab, bleibt immer noch dieselbe Zahl, man hat also nichts von der ursprünglichen Zahl verändert. Dies kann man so oft wiederholen wie man will, es bleibt beim selben Resultat. Dies verhält sich so wie bei jemandem der Gott loswerden will, also quasi von sich abziehen will. Dies kann er so oft versuchen wie er will, er wird es nicht schaffen. Denn jede Entität ist von Gott geschaffen und dadurch gemäss obiger Multiplikationsregel mit Gott verbunden. Dies kann niemand verändern und deshalb ist es auch unmöglich Gott loszuwerden, was für die meisten Menschen ja auch etwas positives darstellt, da man Gott nicht verlieren kann.

Damit bleibt uns noch die Division.
Durch null lässt sich bekanntlich nicht teilen. Das einzige was man bei einer Division durch null ermitteln kann ist der Grenzwert. Dieser strebt gegen unendlich und zwar gegen positiv oder negativ unendlich. Nach christlicher Auffassung wird nach unserem Tod über Himmel oder Hölle entschieden. Dabei können wir den Himmel als positiv und die Hölle als negativ auffassen. Wenn nun beim Gericht über den Mensch entschieden wird, wird geschaut ob er ein negatives oder positives Vorzeichen trägt, ob er also gut oder schlecht gelebt hat (vereinfacht). Nun wird er durch Gott geteilt. War er positiv kommt er in den Himmel, also zum unendlich Guten. War er negativ kommt er in die Hölle also zum unendlich qualvollen. Etwas dazwischen gibt es nicht.

Ihr seht also, mathematische Ansätze können auch theologische Ideen beschreiben.
Ich möchte am Schluss noch anmerken, dass ich oben nicht Gott mit einer Null verglichen habe, sondern nur versucht habe christliche Grundsätze mit der Mathematik zu verbinden.
Ich danke für euer Interesse und hoffe auf Reaktionen und Antworten.