Gottes Sohn ist Liebe

in

Gottes Sohn ist Liebe

Psalm 139:23-24

23 Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prüfe mich und erfahre, wie ich's meine. 24 Und siehe, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.

Predigt
Mir wird nichts mangeln

Pastor Manfred Brüning

Psalm 23, 1 - 6

1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

2 Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.

3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und (a) schenkest mir voll ein.

6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Geliebte Gemeinde,

Sie haben sicherlich schon manche Predigt über den 23. Psalm gehört. Man könnte meinen, das kenne ich, da muss ich gar nicht mehr zuhören. Ich bitte Sie dennoch um gespannte Aufmerksamkeit für Gottes Wort. Auch für Sie ist heute ein Trost, ein Zuspruch, eine Herausforderung oder eine Ermutigung dabei, die gerade ihre Seele erfrischt.

Psalm 23 schrieb ein Mann, dem nichts mangelt. Er hat alles, was er zum Leben und zum Sterben braucht. Er ist zufrieden. Ich bin davon überzeugt, dass kann nicht jeder von uns sagen, dass er mit seinem Leben zufrieden ist. Aber es wäre doch schön, wenn auch Sie sagen könnten: Mir mangelt nichts, ich habe keine Not und mir wird auch in Zukunft nie etwas mangeln. Ich bin rundum zufrieden.

Darum frage ich: Warum konnte David so sicher sein? Warum konnte er schreiben: „Mir wird nichts mangeln?“ Ich habe vier Antworten in Psalm 23 gefunden: Die erste Antwort: Er hat einen guten Hirten, der für ihn sorgt. Er schreibt: Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Schafe sind hilflos. Sie können selbstständig kein Futter finden. Wenn nicht direkt vor ihrer Nase Grünes abzufressen ist, verhungern Sie. Sie haben kein Instinkt, um Wasser zu finden. Wenn man Sie nicht zum Wasser führt oder das Wasser zu ihnen bringt, verdursten Sie. Sie können nur blöken und ihre Bedürftigkeit hinausschreien.

Doch wenn Schafe einen guten Hirten haben, der Sie mit allem versorgt, was Sie brauchen, dann gibt es wohl nichts Friedlicheres als eine gut versorgte Herde Schafe.

Letztlich sind wir Menschen wie Schafe. Wir brauchen einen guten Hirten. Wir brauchen Jesus, der für unseren Leib und unsere Seele sorgt. Und er tut es, oft ohne das wir es bemerken.

Wir wurden heute satt. Hat Gott nicht für das Wachsen von Korn fürs Brot und für die Kartoffeln zum Mittagessen gesorgt, wie ein Hirte für grüne Weide sorgt. Wir hatten zu trinken. Letztlich ist es doch Gott der uns Saft und Bier und Milch und Tee gibt, wie ein Hirte seinen Schafen frisches Wasser. Und unser innerer Mensch kommt auch nicht zu kurz. Jetzt zum Beispiel will er uns mit seinem guten Wort die Seele erfrischen, dass wir getröstet und ermutigt, gestärkt und zuversichtlich unser Leben leben können.

Wenn Sie schon heute wie David sagen können: "Jesus ist mein guter Hirte. Mir wird nichts mangeln", dann ist bestimmt auch in ihrem Herzen Frieden. Dann sind Sie an Leib und Seele satt.

Warum mangelt es David an nichts?

Die zweite Antwort: Er hat einen guten Hirten, der ihn führt.

David schreibt: Er führte mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Schafe sind absolut orientierungslos. Schwalben finden ihren Weg in den Süden wie von selbst. Eine Taube findet über Hunderte von Kilometern nach Hause zurück. Eine Ameise verläuft sich nie. Schafe gehen von Grasbüschel zu Grasbüschel und ohne es zu merken haben Sie sich verlaufen und finden nicht zurück. Sie brauchen einen Hirten, der Sie führt.

Wie den Schafen geht es uns Menschen auch. Wir können wohl Tag für Tag unseres Lebens vor uns hintrotten. Doch dann verfehlen wir das Ziel unseren Lebens, verlaufen uns und enden im Verderben.

Für sich allein ist noch kein Mensch bei Gott angekommen. Und wenn er noch so fleißig und gewissenhaft, so treu und freundlich seinen Lebensweg gegangen ist - er kommt nicht bei Gott an. Er ist ja seinen selbst gesuchten Weg gegangen. Der führt ins Abseits. Der Prophet Jesaja hält das seinen Leuten vor: „Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg“ (Jes 53, 6).

Wollen wir zufrieden sein und Frieden im Herzen haben, wollen wir am Ziel unseren Lebens, wollen wir bei Gott ankommen, dann brauchen wir einen Hirten der uns auf rechter Straße führt. Dieser Hirte ist Jesus. Er ist selbst der Weg, der zu Gott führt. Ohne Jesus findet niemand zu Gott (Johannes 14,6).

Mit Jesus als Hirten zu leben heißt nicht, dass dann alles problemlos und glatt läuft. Auch die Menschen die zur Herde von Jesus gehören - also die in der Gemeinde der Christen leben - gehen bisweilen durchs finstere Tal. Sie werden auch mal krank, erleiden Verluste, verlieren Freundschaften und müssen einmal sterben. Doch Sie sind nie allein. Ihr guter Hirte, ihr Retter und Freund Jesus ist ganz nah bei ihnen, tröstet, ermutigt und hilft ihnen. Er führt Sie durch das finstere Tal und auch wieder hinaus.

Wenn Sie sich Frieden im Herzen wünschen, dann brauchen Sie den einen guten Hirten, dann brauchen Sie Jesus, der Sie den rechten Weg führt und Sie ans Ziel bringt.

Geliebte Gemeinde, was hatte David noch, damit er sagen konnte: Mir wird nichts mangeln?

Die dritte Antwort heißt: Er hatte einen guten Hirten, der ihn beschützt. Er schreibt: Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Schafe sind vollkommen wehrlos. Schafe haben keine scharfen Zähne oder Krallen, um sich zu verteidigen. Sie besitzen keinen Schutzpanzer wie Schildkröten oder Stacheln wie Igel. Sich verstecken oder schnell laufen können Sie auch nicht. Und wenn Sie laufen, laufen Sie in ihr Verderben.

Schafe brauchen einen Hirten, der Sie behütet. Er muss ihnen ihre Feinde vom Hals halten und dafür sorgen, dass Sie in Ruhe fressen und trinken und umsorgt werden können.

Wieder stellen wir fest, wir Menschen sind wie Schafe. Untereinander können wir uns stoßen und verdrängen, zurück stoßen und dagegenhalten. Aber was wollen wir mit unserer Kraft gegen unsere wirklichen Feinde ausrichten? Das sind ja nicht die Nachbarn oder andere Völker. Unsere wirklichen Feinde sind Hölle, Tod und Teufel. Was können wir gegen die schon ausrichten. Wie Schafe brauchen wir gegen Hölle, Tod und Teufel einen guten Hirten, der uns behütet. Und wenn wir in ihre Fänge geraten sind, der uns daraus wieder befreiet.

Wer könnte das anderes sein, als Jesus, der sich für uns geopfert hat, damit wir leben können und unseren Platz an Gottes reich gedecktem Tisch finden.

Wenn Sie wirklich Frieden in Ihrem Leben haben wollen, dann brauchen Sie Jesus, den guten Hirten. Er allein hat Hölle, Tod und Teufel besiegt. An seinem Tisch sind Sie sicher. Nur bei Ihm bekommen Sie Gutes und Barmherzigkeit ihr Leben lang.

Brauchen wir noch etwas, um wirklich zufrieden sein zu können? Ja, es gibt noch eine vierte Antwort: Wir brauchen eine Entscheidung. David sagt: Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Hier unterscheiden wir uns von Schafen. Schafe können nicht nachdenken und sich für das Richtige entscheiden. Sie sind eben Schafe und keine Menschen.

Wir können nachdenken, 1 und 1 zusammenzählen. Sie können sich entscheiden. Wollen Sie leben und sterben, als gäbe es keine guten Hirten, als müssten Sie für sich selbst sorgen, sich ihren Weg durchs Leben suchen und am Ende doch Hölle, Tod und Teufel unterliegen? Oder wollen Sie in der Herde des guten Hirtens mitleben?

David hat seine Entscheidung getroffen. Er ist Realist und sagt sich: Wenn ich bei diesem Hirten keinen Mangel haben werde, wenn ich bei ihm Versorgung für Leib und Seele, gute Führung auf dem richtigen Weg und Schutz vor meinen ärgsten Feinden bekommen, wenn mit Gutes und Barmherzigkeit folgen werden mein Leben lang - dann wäre ich schön dumm, wenn ich die Herde dieses Hirten verlassen würde. Nein, David entschied sich, ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Geliebte Gemeinde,

eigentlich sollte man annehmen, dass jeder Mensch so vernünftig ist und sich für den guten Hirten Jesus entscheiden. Aber das Haus Gottes ist in Larrelt nicht jedes Wochenende drei Mal überfüllt. Die wirkliche Herde, die tatsächliche Gemeinde ist klein.

Die meisten Menschen denken nicht daran, Gott für Essen und Trinken zu danken und sich ihre Seele beim Bibellesen und Beten erfrischen zu lassen. Sie fragen nicht danach, was Gottes Willen und Weg für ihr Leben ist. Sie rennen ihren Feinden Hölle, Tod und Teufel gedankenlos wie Schafe direkt in die Arme. Eigentlich ist das doch unverständlich - oder?

Ihnen wünsche ich, dass dieser Gottesdienst Ihnen die Entscheidung erleichtert und Sie wieder sagen: Ich werde weiter bleiben im Hause des Herrn immerdar. Denn in der Herde des guten Hirtens Jesus, in seiner Gemeinde, haben ich Versorgung für Leib und Seele, Führung auf dem Weg in den Himmel und Schutz vor Hölle, Tod und Teufel.

Entscheiden Sie sich allein Jesus zu folgen. Dann können auch Sie sagen: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Dann sind Sie zufrieden.

Amen.