Gott - das Sein und das Nichtsein


 Nur weil das Sein durch und durch positiv ist, hat es Bestand. Oder besser, weil es Bestand hat, ist es durch und durch positiv.
Positivität, psychologisch ausgedrückt, ist Liebe, organisch: Gesundheit.
Also ist das Sein „Liebe“; und alles Negative hat keinen Bestand. Es vernichtet sich selbst

Polaritäten gibt es nur innerhalb der manifestierten Welten.
Das Nichts, existiert nicht. Also hat es auch keinen Bestand.
Nichts und Negativität sind ein und dasselbe.
Um es an einem konkreten Beispiel anschaulich zu machen: Wenn Du nicht weist was die Hauptstadt von Venezuela ist, dann bedeutet das nicht, dass die Hauptstadt nicht existiert.
Negatives gibt es deshalb immer nur als Unkenntnis, als Nichtwissen. Sobald man etwas weiß, ist das Nichtwissen, was ja in der Schule mit „guten“ Zensuren „honoriert“ wird, verschwunden. Es hat also keine wirkliche Realität, sondern nur eine scheinbare.
Der Hauptstadt von Venezuela benötigt zu ihrer Existenz nicht Deine Unwissenheit.
Das Negative im Menschenleben ist auch nichts anderes als Unwissenheit, nämlich in Bezug auf die wichtigsten „Dinge“.
Weil der Mensch nicht weiss, dass er ein ewiges Wesen ist, nimmt er die zeitlichen, veränderlichen Dinge so wichtig, dass er unter ihnen leidet. Er leidet unter der Abwesenheit eines Gewollten oder unter der Gegenwart eines nicht Gewollten, an den Folgen eines Übermäßigen Genusses des Gewollten usw. usf. Von den Streitereien, den Kriegen um das Vergängliche ganz zu schweigen.

Das Schlimme ist, dass es Menschen gibt, die sich in ihrer Unwissenheit gefallen.
Man kennt solche lernunwilligen Menschen in der Schule, überall…
Sie haben dann natürlich weniger Chancen in der Gesellschaft, fallen unten durch.

Da der Mensch immer ein Handelnder ist, wirkt dann dieses Nichtwissen zerstörerisch auf positive Zusammenhänge, sei es die Gesellschaft oder der eigene Körper.
Ein Handeln, dass nicht in Übereinstimmung mit der Realität geschieht, vernichtet den Handelnden. Das beste Beispiel: Wenn sich jemand die Gesundheit ruiniert.
Das Negative existiert nicht. Oder insofern eben nur, dass man dumm ist, und deshalb etwas tut, was einem schadet.

Das Reich Gottes ist deshalb eine durch und durch positive Welt, weil es in ihm keine zerstörerischen Handlungen mehr gibt. Sondern alles was getan wird, wird aus Freude getan, alles was erlebt wird, ist Beglückung.

Das ist von mir kein theoretisches Geschwätz, sondern ich erfahre in meinem Leben schon die Ansätze solch positiver Lebenserfüllung.
Ich will es noch an etwas anderem deutlich machen.: es gab eine Zeit, da lebte ich jahrelang in Depressionen. Dies ist auch ein polaritätsloser Zustand. Alles, was man in ihm erlebt ist negativ. Einem Depressiven kann man mit nichts eine Freude machen.
Ja, und Himmel, ist eben das Gegenteil: Da gibt es nichts, was traurig machen könnte.

Nichts und Negativität sind ein und dasselbe. Denn aus dem Sein, das Positiv ist kann nicht Nichtsein (also ein Nichts) oder Negativität hervorgehen.
Wenn wir also im konkreten Leben Negatives feststellen oder auch ein Nichtsein (Tod), so kann das nicht aus dem Sein - der Realität - hervorgehen, sondern nur aus einer Unkenntnis der Realität.
Wo aber hat die Unkenntnis ihre Wurzel? - In Leben, dass sich seiner selbst als der Ursprung aller „Dinge“ nicht bewusst ist.
Und das ist eben bei den Geschöpfen der Fall. Bei den Tieren wird es schon deutlich. Da sie sich als eine besondere Lebensform inmitten anderer Lebensformen „wissen“, aber nicht wissen, dass das Leben ewig ist, haben sie Angst. Genau wie die Menschen. Und diese Angst treibt sie zur Flucht oder zum Angriff, oder zur Verstellung.
Ja, und beim Menschen läuft das gleiche nur eben etwas raffinierter ab.
Was wäre die Lösung dieses Problems? - Die Bewusstwerdung, dass wir ewige Wesen sind, und es deshalb keine wirkliche Gefahr gibt.
Deshalb sagte auch Jesus: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten können…“

 Was ist der Teufel?
Der "Teufel" ist eine Bezeichnung wie etwa "der Mensch".
Er ist also eine Abstraktion für alles Negative.
Zu Jesu Zeiten und vorher konnte aber die allgemeine Menschheit noch nicht abstrahieren. Man mußte deshalb in Bildern reden. So sind viele Darstellungen in der Bibel bildliche Darstellungen geistig-seelischer Vorgänge.
Die Versuchungen Jesu sind deshalb nichts anderes als Gedanken und Impulse, die auftauchen mußten, wenn man sich selbst als Gottes Sohn mit der göttlichen Machtfülle sah.
Wenn wir versucht werden, so werden wir durch unsere Begierden, durch unsere Bequemlichkeit, durch unsere negativen Eigenschaften, durch unsere Unwissenheit usw. versucht. Das alles fasst man in das Bild des Teufels zusammen.