Gesegnet, um ein Segen zu sein


Schon im ersten Kapitel der Bibel können wir lesen, dass Gott segnet. Das Wort Segen, Segnung oder segnen finden wir über die ganze Bibel verteilt in einer grossen Häufigkeit. In der heutigen Zeit ist leider dieses Wort zu einer Bedeutungslosigkeit, ja sogar zu einer Floskel verkommen. Im Englischen wünscht man einer Person sei gesegnet, wenn diese Person niesen musste. Wir sagen gerne einem Mitchristen: „Gott segne Dich.“ Damit wollen wir dieser Person einfach etwas sehr Positives mitteilen. Doch der Segen ist etwas kraftvolles und machtvolles. Darum müssen wir die ursprüngliche Bedeutung dieses Wortes wieder in unser Bewusstsein zurückholen.

Im hebräischen Urtext kommt unser Wort Segen von „Barak“ und kommt im Alten Testament 330 Mal vor. Man könnte fast schon sagen, für jeden Tag im Jahr gilt ein Segen. Die Bedeutung des Wortes ist etwas Gutes verleihen. Dies sehen wir schon beim ersten Segen, den Gott zu den Menschen sprach:

Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan; und herrschet über die Fische des Meeres und über das Gevögel des Himmels und über alles Getier, das sich auf der Erde regt!
1. Mose 1, 28

Beim ersten Missionsbefehl, der in der Bibel aufgeschrieben steht, gibt Gott auch einen Segen an die Menschen weiter. Die obige Uebersetzung gibt den Eindruck, dass Gott zwei Handlungen vor sich nahm. Zuerst hat Er die Menschen gesegnet und dann hat Er zu ihnen geredet. Ich habe eine Uebersetzung gehört, die zum Ausdruck bringt, dass Gott die Menschen gesegnet hatte indem Er zu ihnen sprach. Wenn wir dies so anschauen, dann verstehen wir auch besser wie Gott gesegnet hat. Laut Definition wird beim Segen etwas Gutes verliehen. Gottes Segen bestand darin, dass der Mensch fruchtbar ist, sich vermehrt, die Erde füllt und untertan macht und über die Tiere herrscht. Gott hat uns nicht nur den Auftrag gegeben, sondern Er hat uns auch die Befähigung dazu gegeben, dass wir in der Lage sind diesen Auftrag auszuführen. Wenn wir in der Bibel weiterlesen, dann sehen wir auch, dass Gott Adam und Eva auch Nahrungsmittel und materielle Dinge zur Verfügung stellte.

Der gleiche Segen an Adam wurde auch an Noah weitergegeben. Er wirkt weiter, weil der Auftrag noch lange nicht erfüllt ist. Für die heutige Zeit ist unsere heutige Generation verantwortlich, dass dieser Auftrag weiter vorangetrieben wird, wenn nicht sogar vollendet wird. Dafür müssen wir unseren Unterhalt bestreiten und Ressourcen bereitstellen, was Finanzen voraussetzt. Den Missionsbefehl in der heutigen Zeit umzusetzen bedeutet enorme Summen an Geld. Dieses Geld können wir niemals mit unserem Einkommen von unserer Arbeit aufbringen. Darum müssen wir an den Segen des Herrn glauben und uns als Kanäle zur Verfügung stellen, dass der Segen Gottes zu den Nationen kommen kann.

Unser Denken über Finanzen kann uns und letztlich auch Gott in die Quere kommen, damit der Segen Gottes durch uns zu anderen Menschen fliessen kann. Es liegt eine grosse Verantwortung bei uns, darum ist es wichtig, dass unser Denken mit dem Wort Gottes übereinstimmt. Dies ist auch die Absicht dieses Blogs.