Geliebte Gemeinde



Der Jordan ist eine natürliche Grenze, ein schier unüberwindliches Hindernis, ein gewaltiges Problem für Israel. Es gibt keine Brücken. Die Strömung ist stark. Israel hat keine Schiffe. Und auf der anderen Seite waren immer noch befestigte Städte und die Männer dort waren nicht kleiner geworden.

Josua wusste, was sie erwartete: Anstrengungen, Schweiß und Tränen, Umstellung auf völlig neue Verhältnisse -aber eben auch ein Ende der Wüstenwanderung und ein fruchtbares Land in dem Milch und Honig fließt. Josua wusste, Gott wird auch jetzt auf keinen Knopf drücken.

Das Land sollen sie bekommen. Gott hat beschlossen es ihnen zu geben. Ja, wenn Gott etwas beschließt, dann ist es so, als wäre es schon geschehen. Das bestätigt Gott: „Jeden Fleck Erde, den ihr betreten werdet, gebe ich euch, wie ich es Mose versprochen habe.“ Gottes Wille ist klar. Er will geben. Aber haben werden die Israeliten nur die Flecken Erde, die sie betreten.

Gott will geben - er drückt aber nicht auf einen Knopf. Israel muss sich selbst auf den Weg machen, muss glauben, muss kämpfen, muss weitergehen bis zum Ziel. Für diese Einnahme des Landes verspricht Gott: „Kein Feind soll sich gegen dich behaupten können. Ich werde dir dein Leben lang zur Seite stehen. ... Niemals werde ich dir meine Hilfe entziehen, nie dich in Stich lassen.“ Aber gehen muss Josua und sein Volk.

Und so habe ich auch dem Ratsuchenden in meinem Arbeitszimmer geantwortet: „Gott will, dass deine Probleme gelöst werden. Er hat auch für dich ein wunderbares Leben geplant. Das will er dir geben. Er wird aber keinen Knopf drücken. Gehen und kämpfen, dich verändern und das neue Leben ergreifen, musst du selbst. Gott wird dir bestimmt dabei helfen. Er wird dich nie im Stich lassen. “