Die Qualifikation eines Verwalters


10 Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer Gerechtigkeit.
11 So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Einfalt, die durch uns wirkt Danksagung an Gott.
2. Kor. 9, 10 -11

Viele Christen wünschen sich von die eine oder andere Finanzspritze. Ganz unbewusst meinen sie, dass Gott ein grosser Automat sei. „Wenn ich oben ein Gebet 'einwerfe', dann kommen unten die grossen Scheine raus.“ Aber da liegen sie falsch. Er ist kein Automat. Darum funktioniert es in keinem Bereich im Leben, wenn man ein wenig Gott gibt, was immer es auch ist, und dafür dann gross abkassiert. Der Austausch bei Gott geschieht über die Beziehung. Sicher mögen Sie Menschen auch nicht besonders, die immer dann auftauchen, wenn sie etwas benötigen. Noch bevor sie etwas sagen, könnte man sie schon danach fragen, was sie gerne hätten. Nun es gibt auch Menschen, die so mit Gott umgehen. Und bestimmt hat Gott auch keine grosse Freude an diesen Menschen, geschweige denn der Bitte zu entsprechen.

Neben einer kontinuierlichen Gemeinschaft mit Gott braucht es auch eine andere Qualität, damit Gott grössere Finanzen ins Leben eines Menschen fliessen lassen kann. Man kann sie mit dem Wort Verwalterschaft umschreiben. Geld kann das Leben eines Menschen zerstören. Denken Sie nur einmal an einen Drogensüchtigen. Hat er sehr viel Geld, wird er auch seinen Drogenkonsum massiv steigern. Die andere Gefahr mit viel Geld ist, dass man das Geld für sich behält. Beide Beispiele zeigen, wie ein Verwalter nicht sein sollte.

Unsere Bibelstelle sagt, dass Gott dem Sämann Samen gibt. Hier verwendet Paulus ein Bild aus der Landwirtschaft um das Prinzip der Verwalterschaft zu erklären. Gott gibt also nicht dem Mann oder Frau Samen, der oder die es dann für sich behält. Nein, sondern demjenigen, der auch weitergibt, wird von Gott gegeben. Eine unserer allgemeinen Berufung ist es, gesegnet zu sein, um ein Segen für andere Menschen oder gar Nationen zu sein.

Das Prinzip der Verwalterschaft geht noch einen Schritt weiter. Es genügt nicht, dass wir einfach das erhaltene Geld oder Gut an andere Menschen weitergeben. Die Eigenschaft eines Verwalters ist es, dass ihm das Geld oder Gut anvertraut worden ist. Es gehört ihm nicht. Darum muss er sich an gewisse Regeln halten. Auf die Beziehung zu Gott bedeutet dies, dass Gott sagen kann, wo wir das Geld hingeben sollen. Das verlangt von uns, dass wir Seine Stimme klar hören und dann auch gehorsam sind, es auszuführen.

Ich glaube, dass Gott in der heutigen Zeit nach solchen Verwalter Ausschau hält. Es ist so wichtig, dass Geld in das Königreich Gottes fliesst, damit Gott sagen kann, was mit dem Geld geschehen soll und so an die richtige Stelle kommt. Es soll kein Mangel im Reich Gottes herrschen. Sind Sie ein solcher Verwalter oder Verwalterin?